Archiv der Kategorie: Marketing&Vertrieb

Unternehmer – Die Alternative zum Freiberufler

Ich beschäftige mich ja seit geraumter Zeit intensiv mit dem Thema „Freiberufler“, insbesondere dem Thema „Vermarktung freiberuflicher Dienstleistungen“. Dazu habe ich ja bekanntlich ein entspechendes EBook verfaßt, das immer noch gut läuft. Es heißt Erfolgreiche Akquisie für Freiberufler – 101 Ideen und Tipps und ist unter folgendem Link käuflich zu erwerben:

http://www.lressmann.de/tipps-freiberufler/buch-101-tipps-freiberufler.htm

Umsonst ist es also mal nicht, aber die Tipps haben schon so machen weitergebracht, so wie mich auch. Ich erhalte nach wie vor positive Feedbacks und habe auch schon den einen oder anderen entsprechend gecoacht, so wie ich es im meinem Manageransatz propagiere.

Es gibt allerdings noch eine Alternative. Jeder Freiberufler sollte für sich entscheiden, ob er lieber weiter Freiberufler bleiben will oder nicht lieber Unternehmer sein will. Als Unternehmer hat man ganz andere Aufgaben zu erfüllen, als als Freiberufler. Das ist hier nicht das Thema. Der Unternehmer hat allerdings häufig auch bessere Möglichkeiten, sich zu verkaufen. Führt man den z.B. den Zusatz GmbH, KG oder gar AG, dann wird dem Freiberufler automatisch mehr zugetraut, obwohl er doch die absolut identische Tätigkeit ausübt. Es ist einfach so. Dem Freiberufler unterstellt man automatisch, er sei irgendwie Jobsuchender, so wie ein Arbeitnehmer. Und dies wirkt sich mindestens auch noch auf das Thema Honorar aus, und zwar negativ.

Tritt man als Unternehmer auf, wird alles anders: Der Honorar steigt, man kommt meist leichter an Aufträge, kann Projekte gemeinsam mit anderen Freiberuflern stemmen und und und. Gut, man hat mehr Formalien zu beachten, aber die Vorteile werden überwiegen.

Ich höre nun schon wieder: Aber ich darf wegen meines Standesrechts kein Unternehmer sein. Wir merken uns hierzu: Geht nicht gibt´s nicht, jeder kann in irgendeiner Form Unternehmer werden, wenn er es nur wirklich will und die nötige Energie aufbringt.

Zur Not tut es auch eine sogeannte Partergesellschaft, als Zusammenschluss von Freiberuflern. Und zum Start kann man es auch erst mal mit einer Bürogemeinschaft probieren. Dann ist man zwar noch kein Unternehmer, aber man kann trotzdem kooperieren und gemeinschaftlich auftreten. Und auf dieser Basis kann man dann ein Unternehmen aufbauen. Eigentlich ganz einfach.

Cross Selling – mehr verkaufen ohne Stress!

Ohne weiteren Werbeaufwand mehr verkaufen: Ist so etwas möglich? Ja, es ist! Bieten Sie beim Kauf neben dem Hauptprodukt einfach ein Nebenprodukt an, das der Kunde ohnehin braucht. Verkaufen Sie z.B. elektronische Kleingeräte, bieten Sie dem Kunden an der Kasse doch gleich die entsprechenden Batterien. Dieses Prinzip funktioniert in allen Branchen, egal ob im Handel oder der Dienstleistung. Überprüfen Sie Ihr Leistungsprogramm im Hinblick auf die Möglichkeiten des Cross-Selling. Auch als Freiberufler!

Auch der Kunde hat einen Vorteil, denn er erhält mehrere Leistungen aus einer Hand ohne zusätzlichen Aufwand. Dieser Vorteil muss natürlich kommuniziert werden. Mit der einhergehenden fachmännischen Beratung zeigen Sie dem Kunden zusätzliche Kompetenz, die weitere Käufe nach sich ziehen kann. Sie sollten dem Kunden natürlich nichts andrehen, was er nicht benötigt. Dann geht der Schuss nach hinten los.

Erklären Sie dem Kunden z.B. warum die Verwendung von Lithium-Ionen Akkus besser ist, als die Verwendung von Nikel-Cadmium-Akkus oder erklären Sie ihm, wie er das Auslaufen von Batterien verhindern kann oder auch wie die allgemeine Lebensdauer von Akkus erhöht werden kann. Seien Sie gewiß, die meisten Kunden wissen einen solchen Service zu schätzen und kommen zurück. Wie gesagt, dieses Prinzip funktioniert für alle Branchen. Sie haben dann auch stets einen Aufhänger, um regelmäßig mit Ihren Kunden in Kontakt zu treten.

Setzen Sie in Ihrem Unternehmen die Standardsoftware SAP R/3 oder ein ähnliches ERP-System ein? Dam überprüfen Sie doch einmal, ob Sie die dort gegebenen technischen Möglichkeiten des Cross-Selling nutzen. Meine Erfahrungen sagen: Nein! Frage: Sind Sie sich darüber im Klaren, dass Sie möglicherweise Millionen von Euros zum Fester herausschmeißen, ganz einfach durch ungenutzte Potentiale? Sind Sie sich darüber hinaus klar, dass Sie im Grunde überhaupt kein kostspieliges CRM-Projekt aufsetzen müssen, um annähernd die gleiche oder gar bessere Funktionalität zu erreichen? Bei geringeren Kosten. (D.h. natürlich nicht, dass es nicht trotzdem sinnvoll ist, ein CRM-System zu installieren). Tja, hätten Sie doch lieber gleich den Ressmann gefragt.

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Karstadt-Quelle: Ein warnendes Beispiel zum Thema Positionierung!

Karststadt-Quelle ist 2010 ja nun endgültig in die Insolvenz gegangen und wird ja jetzt unter dem Investor Berggrün grundlegend restrukturiert und fortgeführt. Ich war etwas amüsiert, als ich in meinen alten Newslettern stöberte und sah, dass ich es bereits 2004 kommen sah. Hier der Auszug:

„Ich habe mich in den letzten Powerlettern ja schon ein paar mal über das Thema Positionierung ausgelassen. Fazit: Wer sich nicht ständig mit seiner Positionierungs-Strategie auseinandersetzt oder gar auf eine solche verzichtet, fliegt über kurz oder lang aus dem Markt. Wäre das Thema nicht so traurig, würde ich jetzt sagen: „Wie schön, dass Karstadt-Quelle jetzt in die Schieflage geraten ist. Jetzt haben wir ein vortreffliches Beispiel für ein solches Positionierungs-Versagen“.

Für alle und jeden alles und in jedem Winkel der Republik, in jeder Preislage, lange Bevorratung, Diversifizierung in Bereiche, die nichts mit dem Kerngeschäft zu tun haben, kein konsequentes Zielgruppen-Marketing, Festhalten an veralteten Handelsstrategien usw. usw. Eine bessere Fallstudie hätte uns das Leben nicht bescheren können. Und Karstadt-Quelle wird nicht der letzte Handelskonzern sein, der über die Klinge springt bzw. an einschneidenden Strukturveränderungen vorbei kommt. Hauptsache, jetzt merkt auch der letzte Hinterbänkler, worauf es ankommt. Positionierung, Positionierung und nochmal Positionierung.“

Kommt nur noch hinzu, dass Arcandor und damit Karstadt-Quelle auch noch ein treffendes Beispiel (unter vielen) für Management-Versagen und katasprophalem Finanzgebaren darstellt. Im Grunde ist unser gesamtes Wirtschafts- und Finanzsystem seit Aufgabe des Goldstandards diesem Virus anheimgefallen. Aber lassen wir das jetzt. Davon wird in den nächsten Monaten noch genug zu berichten sein.

Es sei abschließend nur noch darauf hingewiesen, dass das Thema Positionierung selbstverständlich auch für Freiberufler existentielle Bedeutung hat!

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Social Media Marketing (SMO)

Anbei ein interessanter Link zum Thema Social Media Marketing (SMO). Er fasst in kurzer Form das Wesentliche zusammen:

http://www.absolit.de/Social-Media-Optimisation.htm

Ich selbst werde dahingehend sicher künftig auch noch einiges mehr unternehmen, obwohl ich ja dahingehend schon einiges umgesetzt habe. Eines ist aber sicher klar: Das Thema wird auch für Freiberufler immer wichtiger!

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Greif mal wieder zum Telefon!

Email und sonstige Kommunikation auf schriftlichem Wege haben unbestreitbare Vorteile. Leider jedoch auch Nachteile, wie z.B. die Tatsache, dass es im Schriftverkehr zu zahlreichen Mißverständnissen kommen kann, bis hin zum Abbruch der Kommunikation. Sie kennen das vielleicht. Man kommuniziert via Email oder verfertigt ein Schriftstück und am Ende ist der Adressat beleidigt oder sonstwie düpiert. Möglicherweise hat er aber auch überhaupt nicht kapiert, was Sie sagen wollten. Offensichtlich sind für die menschliche Kommunikation noch andere Faktoren bestimmend. Und es ist so. Irgendwo im meinem Archiv bin ich auf die Ergebnisse einer Studie gestoßen, die zutage gebracht hat, dass unsere Kommunikation aus folgenden Elementen
besteht (fragen Sie mich jetzt bloß nicht, wie die auf diese Prozentangaben kommen):

– Körpersprache 78%
– Tonfall       14%
– Worte         8%

Es ist offensichtlich weniger entscheidend, was wir sagen, sondern wie wir es sagen. Deshalb ist anzuraten, bei kleineren Mißverständnissen zum Telefon zu greifen und bei größeren den persönlichen Kontakt zu suchen (Face-to-Face-Kommunikation). Das wirkt meist wahre Wunder.

Bezogen auf das Internet (Homepage, Email. Newsletter) bedeutet dies, dass wir in der Bewertung von dem, was wir lesen, immer die Person sehen müssen, die hinter dem Text steht. Die Personen, die diese Person persönlich kennen, haben wesentlich geringere Schwierigkeiten mit dem Verstehen des Textes. Bei anderen kann es zu erheblichen Mißverständnissen kommen. Leider ist dies nicht immer zu vermeiden. Das ist auch der Grund, warum sich Multimedia im Internet (insbesondere Videos, Podcasts) immer mehr verbreitet haben.

Nehmen Sie z.B. mal den Verfasser dieser Zeilen, also mich. Wer mich kennt, der weiß, dass ich ein ausgesprochen unkonventioneller, zupackender und humorvoller Typ bin, der stets den Schalk im Nacken hat. Ich lege also nicht gleich jedes Wort auf die Wagschale. Außerdem beschäftige ich kein 30-köpfiges Redaktionsteam, das hitzige Debatten über jeden Satz führt und am Ende nicht zu Potte kommt. Wer mich nicht kennt, der muß sich Tonfall und Habitus meiner Person hinzudenken. Dabei wird er natürlich ausgesprochen subjektiv vorgehen. Und wenn er etwas aufnimmt, was ihm nicht gefällt, dann ist er vermutlich sauer auf mich und, oh Schreck, besucht er nicht mehr mein Blog oder Webseite. Dabei gibt es doch durchaus Möglichkeiten, ein Mißverständnis aus der Welt zu schaffen, z.B. den Ressmann doch mal anzurufen …

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Alleinstellungsmerkmal: Beispiel – Mark Knopfler

In Marketing & Werbung ist ja allenthalben viel vom sogenannten Alleinstellungsmerkmal (auch USP genannt) die Rede. Gemeint ist damit das Ziel, in der Werbung einen einzigartigen Verkaufspunkt, eben das Alleinstellungsmerkmal aufzubauen. Und das schafft man nur, wenn man unter allen Umständen anders ist als alle anderen und das auch entsprechend kommuniziert. Hat man ein solches Alleinstellungsmerkmal erst einmal aufbebaut, kann man sich im Wettbewerb deutlich besser behaupten, als die Masse. Doch gibt es ein einprägsames Beispiel, um die Funktionsweise und die Vorteile eines solchen Alleinstellungsmerkmales zu beschrieben? Das gibt es – und zwar zu Hauf!

Hier zeige ich Ihnen einmal ein wunderbares Beispiel für ein Alleinstellungsmerkmal aus dem Bereich der Musik: Es ist ein Video vom Ex-Frontmann und Gitarristen der Dire Straights Mark Knopfler, der hier das bekannte Stück „Sultans of Swing“ zum besten gibt. Ich bin sicher, den Sound dieser Gitarre wird auch der Laie unter 10.000 anderen Gitarristen heraushören. Selbst wenn Mark nur „Alle meine Entchen“ spielen würde, man könnte ihn trotzdem von 10.000 anderen Gitarristen unterscheiden. Das hängt übrigens nicht nur mit seinem speziellen technischen Equipment zusammen, sondern vor allen mit seiner einzigartigen Spieltechnik. That´s it! Finden Sie die einzigartige Spieltechnik in Ihrem Business! Geben Sie Ihrem Geschäft vor allem als Freiberufler eine persönliche Note!

Ich darf an dieser Stelle noch mal dezent Werbung machen für mein EBook „Erfolgreiche Akquise für Freiberufler – 101 Ideen & Tipps“. Dort spreche ich das Thema explizit an und noch viel mehr …

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Geld verdienen mit eigenen Fotos

Wie inzwischen bekannt sein dürfte, beschäftige ich mich seit geraumer Zeit ja auch mit dem Thema Fotografie. Da macht es  Sinn, wenn ich mich auch in diesem Blog einmal kurz mit dem Thema „Geld verdienen mit eigenen Fotos“ auseinandersetze. An dieses Thema gehen die meisten Leute nämlich zielich naiv heran.

So mancher Hobbyfotograf kommt ja im Laufe seines Lebens auf die Idee zu versuchen, Geld mit eigenen Fotos zu verdienen. Das ist grundsätzlich vernünftig, denn die teure Ausrüstung muss ja schließlich auch finanziert werden. Doch welche Möglichkeiten gibt es?

  1. Artikel für Zeitschriften: Wenn man über wirklich herausragende Fotos und gute Kontakte verfügt, kann damit sicher etwas Geld verdienen. Reich wird man damit aber nicht. Aber immerhin kann man sich einen „Namen“ machen.
  2. Postkartenverlage, Kalender usw.: Hier kann man direkt vertreiben und ebenso ein paar Euronen mitnehmen. Aber das Ganze ist mühselig und man wird kaum davon Leben können.
  3. Eigenen Bildband herausbringen: Schon besser, aber man muss die richtige Nische finden, auch etwas dazu schreiben können und trägt vor allem im Falle des Eigenverlags ein größeres finanzielles Risiko. Aber man kann sich einen guten Namen machen, auch international, und daraus können sich hervorragende Folgegeschäfte ergeben.
  4. Fotos übers Web vertreiben: Gute Möglichkeit, aber man wird nicht sehr viel einnehmen, da die Konkurrenz vor allem durch Bildagenturen zu groß ist. Bindet man ein eigenes Shop-System an, muss man mit gewissem Aufwand rechnen, den man nicht so eben in der Freizeit nebenher stemmen kann. Findet man eine Nische, kann dass aber durchaus interessant sein, zumal man keine Absatzmittler finanziell mitfüttern muss.
  5. Verkauf über Bildagenturen: Diese Möglichkeit habe ich für mich mittlerweile ausgeschlossen. Um dort etwas zu verkaufen, muss man die Agenturen mit tausenden von Fotos bestücken. Das ist sehr viel Arbeit, für die man dann auch noch miserabel entlohnt wird. Vor 10 Jahren mag das zumindest noch teilweilse lukrativ gewesen sein. Heutigentags machen sich zahreiche Agenturen und Fotografen eine derartige Konkurrenz, dass die Preise immer weiter fallen. Viele Fotos sind inzwischen bereits für 1-5 € zu haben, die Hälfte des Erlöses kassiert die Agentur. Da kann sich jeder selbst ausrechnen, wie viel er verkaufen muss, um nur den Preis einer guten Digitalkamera zu verdienen. Einige Agenturen haben bereits die Preise weiter gesenkt und es wird, wie gesagt, noch weiter runter gehen. Selbst schuld, wer seinen Wert nicht erkennt und dieses Treiben weiter unterstützt. Ferner kann man bei den meisten Agenturen nur noch Fotos mit geringem künstlerischen Wert verkaufen, Fotos die kaum Spaß machen, sie zu produzieren. Ich jedenfalls habe keine Lust einen Teller mit Essen, einen Werbezombie oder einen Apfel zum 100.000 sten mal zu fotografieren.
  6. Eigene Ausstellungen: Hat man eine besondere künstlerische Begabung und vieleicht einen Galleristen, der einen protegiert, kann das was bringen. Das finanzielle Risiko ist aber recht hoch. Und die Leute geben heute kaum mehr Geld für Kunst aus. Versuchen kann man es, aber man sollte nicht allzuviel davon erwarten.

Fazit:

Wenn man mit Fotos wirklich Geld verdienen will, muss man sich einiges einfallen lassen und jahrelange Geduld aufbringen, bis mal irgendwann was funktioniert. Die Zeiten sind zudem dafür nicht gerade die besten und sie werden wohl auch nicht besser. Derjenige, der als erster eine bestimmte Nische besetzt und sich dann nicht unter Wert verkauft, hat die besseren Karten!

Allen  meinen Lesern wünsche ich ein erfolgreiches Jahr 2010 und vor allem Gesundheit. Letzteres ist ja die wichtigste Basis für Erfolg auch in anderen Bereichen. Bleiben Sie mir gewogen und schauen Sie öfter mal vorbei. Es lohnt sich. 2010 wird sich sowohl in diesem Blog, als auch auf meiner Webseite http://www.lressmann.de/ noch einiges tun.

Besonderer Dank gilt vor allem auch den Käufern meines E-Books

Erfolgreiche Akquise für Freiberufler – 101 Ideen und Tipps

Sie haben mir Ihr Vertrauen geschenkt und mich darin bestärkt, meinen erfolgreichen Weg weiter zu gehen. Danke!

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„Zu fairen Preisen“

Ich erlebe immer wieder, wie KMU (Kleine, mittlelständische Unternehmen) mit dem Slogan „Zu fairen Preisen“ oder ähnlichem werben. Davor kann ich, erst recht im Internet, nur warnen. Vor allem dann, wenn man mit den großen Multis konkurriert, mit deren Preisen man in den wenigsten Fällen mithalten kann. Gegen die kann man nur mit besonderem Service bestehen. Dann müssen die Preise zwar nicht „unfair“ sein, jedoch nun mal höher.

„Zu fairen Preisen“, ist geradezu eine Einladung zum Feilschen und Schachern, dem Volkssport Nummer 1, der unserer Gesellschaft (nicht nur
Wirtschaft) nach wie vor arg zusetzt und zu zersprengen droht. „Zu fairen Preisen“ ist nur eine Umschreibung für „billig“ und wird entsprechendes Publikum magisch anziehen. Dann hat man den Salat. In den meisten Fällen ist es wohl besser, Preise ganz nüchtern anzugeben und stattdessen die Produktvorteile und den Service herauszustellen, falls man einen Solchen bieten kann. Viele innovative Mittelständler gehen bereits diesen Weg und zwar mit Erfolg. Andere, die es nicht getan haben sind bereits aus dem Markt ausgeschieden oder werden schon bald ausgeschieden sein!

Marktforschung – Die heimliche Gefahr!

Jeder, der sich mit den Themen Marketing, Vertrieb und Verkauf beschäftigt, kennt das Problem: Will man eine erfolgreiche Marktkommunikation aufbauen, sprich mehr verkaufen, dann muß man erst mal herausfinden, an wen man was am besten verkauft. Es geht dabei in den meisten Fällen um eine Analyse der Kundenstruktur, was dann in Konsequenz zur Bildung von Zielgruppen führt – also der Kunden, die man durch Werbung zu gewinnen gedenkt. Die dazu erforderlichen Informationen erhofft man sich von detaillierter Marktforschung.

Ich will hier nicht gegen die Marktforschung zu Felde ziehen. Sie ist aus dem modernen Marketing nicht wegzudenken. Trotzdem können gewisse Aktionen gerade durch Marktforschung zum Flop werden. Diese Gefahr wird nur allzu häufig unterschätzt. Wie das?

Durch übertriebenen Perfektionismus. Nicht gerade selten forscht man sich quasi selbst aus dem Markt. Da werden Informationen zu allen möglichen Facetten seiner Marktleistung eingeholt, in der Hoffnung, es allen und jedem Recht zu machen. Man findet keinen Abschluß, weil man meint, sein Produkt oder seine Leistung sei nicht gut genug, man könne sicher noch was verbessern. Und dann passiert folgendes:

a) Entweder man bringt ein Produkt auf den Markt, das für die anvisierte Zielgruppe eben zu perfekt ist und die es dann nicht kauft, weil das Preis/Leistungsverhältnis nicht stimmt

oder

b) Man bringt das Produkt zu spät oder überhaupt nicht auf den Markt und bleibt auf seinen Kosten sitzen.

Beides ist sehr teuer und kann sogar zum Zusammenbruch des Unternehmens führen. Ich empfehle deshalb, die Marktforschung nicht zu übertreiben, stattdessen die Zielgruppen-Definition äußerst radikal zu betrieben (d.h. man hat am Ende mehr Zielgruppen, die man jedoch um so gezielter ansprechen kann). Die Produkte und Leistungen sind i.d.R. relativ leicht an die Bedürfnisse dieser unterschiedlichen Käuferschichten anzupassen. So richtig passen wird es allerdings selten.

Dazu ein kleines Beispiel. Wohl jeder von uns hat wohl schon mal einen Rasen gemäht. Angenommen, wir setzen uns zum Ziel, diesen Rasen so zu mähen, dass alle Grashalme auf exakt die Höhe von 10 mm zu schneiden sind. Wir gehen jetzt mit einem Rasenmäher über die Fläche und werden anschließend nicht umhinkommen, mit dem Millimeter-Maß nachzumessen und fallweise per Hand eine Korrektur vorzunehmen.
Sie merken schnell, dass diese Arbeit nie ein Ende finden wird. Sind wir hinten angekommen, dann steht das Gras vorne schon wieder 1 cm höher 🙂

Also lieber etwas weniger forschen, dafür mehr testen und sich davon verabschieden, es allen und jedem Recht machen zu wollen.

Schritt für Schritt zum Werbeerfolg

So, nun bin ich endlich wieder Online. Schlecht, wenn der Router seinen Dienst verweigert. Also mußte ich schnell einen neuen beschaffen. Na, ja, war eh längst überfällig und ich habe wieder was für die Konjunktur getan. Danke Lutz! 😉 Und weil es so schön ist, stell ich doch gleich mal einen neuen Beitrag ein. Diesmal geht es ums Thema Kaufernergie, die nach alter Regel Schritt für Schritt aufgebaut sein will, wenn man zum Erfolg, sprich Kaufentscheid des Kunden kommen will.

Insbesondere, wenn man sich einen neuen Kundenkreis erschließen will, ist es ratsam, nicht gleich mit der Tür ins Haus zu fallen, etwa einen Vertreter-Besuch anzukündigen. Das ist ein sehr großer Filter. Das gilt besonders für den Verkauf teurer Investitions-Güter oder hochwertiger Dienstleistungen. Schickt man 2000 Werbebriefe, darf man nicht erwarten, dass die Kunden gleich Aufträge im Wert von mehreren 1000 € erteilen. Enthält der Werbebrief dagegen erst einmal die Möglichkeit, eine Info-Broschüre, ein Profil, eine kostenlose Checkliste oder ähnliches abzurufen, so werden wesentlich mehr Kunden reagieren.

Die Kauf-Energie ist also jetzt bereits erheblich höher. Um zu Aufträgen zu kommen, muß die Kauf-Energie jedoch auf 100 % gesteigert werden. Was muß ich dazu tun?

Nun, klar ist, dass Ihr Info-Material auch wirklich informativ ist. Der Leser wird jetzt noch weiter aufgeheizt. Bietet man ihm jetzt weitere Gratis-Informationen an (evtl. ein Buch oder einen Vortrag) so wird er wahrscheinlich zugreifen. Die „Hitze“ ist dann noch größer. Ein Schritt nach dem anderen sorgt also dafür, dass die Kauf-Energie eines schönen Tages bei 100 % liegt und der Auftrag erteilt wird.

Wir haben heute durch die Verbreitung des Internet die Möglichkeit, die Steigerung der Kauf-Energie zu beschleunigen bzw. etwas weniger aufwendig und damit auch kostengünstiger zu gestalten. Eine marketinggerechte, d.h. informative Homepage die einen großen Nutzen bietet, übernimmt diese Aufgabe quasi vollautomatsich. Die Leser werden immer wiederkommen, sie werden sich immer mehr mit Ihnen und Ihren Leistungen beschäftigen, ihre emotionale Bindung wird größer und damit auch die Kaufenergie. So wird der Interessent auch später einen Auftrag erteilen, vorausgesetzt, er hat Bedarf. Das ist Internet-Marketing bzw. Marketing wie ich es verstehe (und der gute alte hpz es immer wieder predigt). Nur wird es leicht vergessen und die Erwartungen stets zu hoch geschraubt.

So erscheint die gute alte Werberegel der „schrittweisen Kauf-Energie“ in neuem Licht. Es liegt an Ihnen was Sie daraus machen.

Dieses Prinzip funktioniert nicht nur beim Verkauf von Produkten und Dienstleistungen auf selbständiger Basis. Nein, auch als innovatives Bewerbungs-Konzept ist es geeignet. Warum immer gleich eine ganze Bewerbungsmappe auf die Reise schicken? Besser erst aufheizen, die potentiellen Arbeitgeber auf die Homepage bringen (wenn sie wirklich Bedarf haben, gehen Sie auch drauf) und erst bei wirklichem Interesse die ganze Mappe schicken. Warum wohl steckt im Wörtchen „Bewerbung“ auch „Werbung“?

Wenden Sie also auf Ihre Bewerbungen in Zukunft die gleichen Regeln an, wie für ganz normale Werbebriefe. Mindestens 90 % Ihrer Mitbewerber tun es nicht. Dieses Vorgehen spart nicht nur Ihnen, sondern auch dem kontaktierten Unternehmen viel Geld. Denn die Mappen müssen jetzt nicht mehr zurückgeschickt werden. Damit zeigen Sie „unternehmerisches Denken“ dessen Fehlen ja immer so beklagt wird.

Na, wenn dass keine Tipps sind!