Archiv für den Monat: Januar 2011

Banküberweisung – Gibt es eine Stornomöglichkeit?

Es ist schnell passiert. Ein kleiner Zahlendreher und das per Bank angewiesene Geld landet auf dem falschen Konto. Jedenfalls dann, wenn man den Fehler nicht rechtzeitig bemerkt und das Geld schon von der Hausbank überwiesen wurde. Landet das Geld beim falschen Empfänger, bleibt die Forderung weiter bestehen. Das Geld muss also ein weiteres mal überwiesen werden. Man kann von seiner Bank nicht verlangen, die falsche Buchung zu stornieren. Das Geld kann man sich allenfalls von Empfänger zurückholen, falls man nachweisen kann, dass das Geld nicht für ihn bestimmt war. Das auch nur dann, wenn dieser das Geld nicht schon ausgegeben hat, er das Geld also gar nicht zurückzahlen kann. Die Forderung gegen ihn bleibt zwar bestehen, aber es wird wohl auf ein juristisches Verfahren hinauslaufen. Eine Stornomöglichkeit besteht also nicht!

Also: Immer schön aufpassen beim Ausfüllen der Überweisungen, vor allem beim Online-Banking, wo man die Bankdaten ja speichern kann. Und wenn die Stammdaten falsch gepflegt sind, tja dann …

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Aus persönlichen Gründen …

„Herr/Frau X hat uns aus persönlichen Gründen verlassen.“ Diese Antwort bekommt man nicht selten zu hören, wenn man sich die Frage erlaubt, warum denn der Vorgänger aus diesem ach so tollen Projekt oder Unternehmen geschieden ist. Sicher, manchmal hat die Qualifikation oder Persönlichkeit des Betreffenden wohl nicht gepaßt. Nicht selten ist es aber so, dass das Betriebsklima allgemein nicht das Beste ist. Das gilt auch für die Stimmung in vielen Projekten. Und wenn einem angeboten wird, in einem solchen Projekt mitzumachen, sollte man sich insbesondere als Freelancer auf einiges gefaßt machen. Häufig sind die Projekte dann miserabel gemanagt, die einzelnen Teilteams arbeiten nur noch für sich, Termine können nicht mehr eingehalten werden usw. Allzu leicht gerät man zwischen alle Fronten. Nach außen wollen die betreffenden Unternehmen das natürlich nicht zugeben. Würden sie es tun, dann könnten sie kaum noch qualifiziertes Personal (intern oder extern) anziehen.

Wird man also mit diesen oder ähnlichen Aussagen konfrontiert, darf man davon ausgehen, dass mit großer Wahrscheinlichkeit nicht die Wahrheit gesprochen wird. Hat man weitere Alternativen, würde ich empfehlen, diese vorzuziehen, auch wenn vielleicht nicht so klangvolle Namen dahinter stehen. In Projekten bzw. Unternehmen, in denen pausenlos intrigiert wird, rückgradlose Feiglinge die Führung übernommen haben, wird man seines Lebens schlicht nicht froh. Der Vorgänger hat diese Lehre bereits erfahren und richtigerweise die Konsequenzen gezogen. Dies sollte man sich stets vor Augen führen, selbst wenn man natürlich nicht alles ablehnen kann. Eine kritische Auswahl hat sich noch stets bewährt.

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Am Vorabend der Währungsreform

Zur Zeit sind ja alle wieder richtig optimistisch, was unsere ökonomische Zukunft anlangt. Eine Jubelmeldung jagt die Nächste. Das allein ist bereits ein untrügliches Zeichen für den kommenden Abschwung. Und der Kommende wird der heftigste und letzte sein vor der unausweichlichen Währungsreform,  mit allem was dranhängt. Unkar ist, ob wir zuvor noch durch eine Hyperinflation gehen oder nicht. Das ist aber wohl auch egal, denn in jedem Fall, werden wir in naher Zukunft Umwälzungen erleben, wie nach Ende des 2. Weltkriegs nicht. Im Grunde sind sie ja bereits im Gange, vor allem werden Demokratie und Rechtsstaat zunehmend ausgehebelt. Aber das ist sicher ein anderes Thema.

Es gibt noch einen weiteren Indikator, der einen einen Zusammenbruch des weltweiten Finanzsytems in naher Zukunft hinweist: Der Ölpreis! Dieser wird schon bald die 100 Dollar-Marke je Barrel überschreiten. Da war doch was? Ja, und zwar war das auch kurz vor Ausbruch der 1. sog. Finanzkrise der Fall. Ich habe auch damals schon prophezeiht: „Wartet mal ab, da kommt noch was nach!“ Bald darauf war es soweit.

Da das Finanzsystem bis heute nicht kontrolliert wird, können die Zocker wieder zocken nach Lust und Laune, diesmal sogar noch unbeschwerter als vorher. Denn sie wissen nun, dass sie sich einfach vom Steuerzahler freikaufen lassen können (Bail-Out). Außerdem wurden sie mit unvorstellbaren Geldsummen ausgestattet (Quantitative Easing), denen keine realen Werte gegenüberstehen, und das auch noch zinslos. Da aber nunmehr ganze Staaten zugeben müssen, hoffunugslos überschuldet zu sein, wird es mit dem Freikaufen nicht mehr hinhauen, und eine Währungsreform wird unausweichlich. Es wird das Ende des Fiat-Money (ungedeckten Geldes, das aus dem Nichts geschaffen wird) und der großen ökonomischen Lebenslügen. Und es wird das Ende des Marxismus im Schafspelz, des Keynesianismus.

Ich habe hier im Blog ja bereits vor einiger Zeit einen Termin angegeben, wann mit einer Währungsreform zu rechnen ist und zwar 2015/2016. Wenn ich mir die Entwicklung in den letzten Monaten ansehe, könnte dieser Termin, der Umwertung aller Werte, allerdings auch füher eintreten.

Ich wollte, ich läge total daneben, aber sicher werde ich auch diesmal wieder voll ins Schwarze treffen …

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Extratipps für Freiberufler (und nicht nur die)!

Nun geht es also weiter im Jahre 2011. Es wird sicher nicht weniger turbulent als 2010. Die Chaotenclique in Berlin wird schon dafür sorgen. Aber ich will das Jahr nicht gleich wieder mit Genörgel beginnen, lieber mit etwas Aufbauendem.

Ende 2009 habe ich ja mein eBook

Erfolgreiche Akquise für Freiberufler – 101 Ideen und Tipps

herausgebracht, das sich seither immer größerer Beliebtheit erfreut. Zu meinen Lesern gehört seit kurzem auch Dr. Christian Thür aus Österreich (er hat mir erlaubt, seinen Namen zu nennen), der mir gleich ein paar weitere Tipps geschickt hat, die ich hier gerne mit seinem Einverständnis veröffentliche. Ich bin überhaupt sehr erfreut darüber, wie viele Leser ich auch in Österreich und der Schweiz habe. Seine Extratipps drehen sich nicht direkt um das Thema Akquise, eher um´s Thema Finanzen, aber im weiteren Sinne kann man das durchaus auch beim Thema Akquise abhandeln. Denn es ist klar, dass man umso erfolgreicher akquirieren kann, je besser man seine Finanzen im Griff hat. Ich selbst lebe schon seit jahren nach diesen Regeln und Sie wissen ja inzwischen dass es bei mir bisher recht gut hingehauen hat. Herzlichen Dank nochmal für diesen Beitrag!

Hier nun die Extratipps für Freibeufler, die sich natürlich auch Einzelunternehmer und Kleinbetiebe sehr zu Herzen nehmen sollten. Denn läuft was schief, kommt keine Angie und bürgt!

Tipp 102: Legen Sie von jedem einzelnen Umsatz den Steueranteil und den Krankenkassenanteil beiseite
Bei Freiberuflern habe ich die Erfahrung gemacht, dass genau dieser Part nicht eingehalten wird. Das Geld wird rasch für Autos und sinnlose Investitionen ausgegeben und bei der Steuerzahlung bzw. Krankenkasse fehlt dann die Liquidität. Das Finanzamt und die Krankenkasse nehmen dann relativ wenig Rücksicht und dann ist das Ende vorprogrammiert. Ich empfehle auch jedem die Kosten für den Steuerberater vorab zu monetär rückzustellen. Man hält sich einfach finanziell den Rücken frei. Bei guten Honorarsätzen kann man ruhig 50% beiseite stellen und man hat die Freude dass am Jahresende evtl. noch Geld überbleibt. So macht das Arbeiten Spass und man kommt mit den laufenden Kosten nicht unter Druck. Der prozentuelle Anteil sollte je nach Steuerprogression / Höhe der laufenden Kosten im Detail mit dem Steuerberater abgeklärt werden, aber auch dieser wird es dem Mandanten danken.

Tipp 103: Verlassen sie sich nicht blindlings auf den Steuerberater
Hinterfragen Sie die Arbeit des Steuerberaters. In vielen Fällen findet nicht immer Steuer“beratung“ statt. Es werden häufig Belege gebucht und auf Basis dieser abgerechnet und das war´s dann schon. Häufig fallen lokale Förderungen, Steuervorteile (Freibeträge etc.) generell unter dem Teppich. Ich Mai des darauffolgenden Jahres ist es dann meist zu spät für den Kunden wohlgemerkt. Man kann sich dadurch viel Ärger und auch Geld ersparen. Der Steuerberater ist der beste Freund des Freiberuflers. Sollten Sie Bedenken gegenüber den Leistungen haben, tauschen Sie ihn aus und zwar ohne zu zögern. Es kann einem sehr viel Freude am Akquirieren vergehen, wenn man das schön verdiente Geld auf plumpe Weise versenkt.

Tipp 104: Managen Sie soweit möglich ihre Finanzen bzw. FIBU selbst
Ich rate jedem davon ab, die Buchhaltungsaufgaben komplett aus der Hand zu geben. Sprich die Buchhaltung in einer monatlichen Schuhschachtel dem Steuerberater zu übergeben. Dieser kennt weder ihre Spesen der letzten Reisen, etc. Er kann die maximal logisch ordnen und verbuchen, wobei dies oft falsch ist. Mein Rat dazu ist, die Belege sauber vorzubereiten die Einnahmen-Ausgaben-Rechnung oder das Kassabuch selbst schreiben. Den Rest kann der Steuerberater selbst verbuchen. Man sollte sich damit nicht zeitlich belasten. Weiters ist mindestens monatliche eine Vorschaurechnung zu machen (Umsatz, Cash etc.)

Wie wahr, wie wahr! Viel Erfolg bei der Akquise auch im Jahre 2011!

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