Archiv für den Monat: Februar 2009

Währungsreform?

Es dürfte nun auch dem letzten Hinterbänkler aufgefallen sein, dass uns in der nächsten Zeit mal wieder eine Währungsreform in´s Haus steht, und damit alle Geldwerte faktisch entwertet werden. Die Anzeichen dafür sind nur allzu deutlich:

  1. Politiker in allen Ländern kennen nur noch ein Ziel: Alle Banken und auch für wichtig erachtete Industriekonzerne verstaatlichen. Das muß man machen, will man seine Macht absichern und auch in der neuen Währung noch regieren. Das Geld für diese Aktionen kommt direkt aus der Notenpresse (vor allem in den USA). Kann man ja ruhig machen, wenn man eh plant, eine neue Währung einzuführen.
  2. Ausschalten der Opposition: Eine nennenswerte Opposition existiert in fast keinem Land der Erde mehr. Parteienvielfallt ja, aber keine Opposition, die diesen Namen verdient. Alle Parteiführer haben sich offenbar darauf verständigt, die Demokratie weitgehend abzuschaffen und die vollständige Kontrolle über alle Ressourcen eines Landes zu übernehmen. Das ist in der gegenwärtigen „Finanzkrise“ (eigentlich eine Krise der Wohlfahrtsstaaten) besonders einfach. Besonders Arbeitnehmer, aber auch so mancher Unternehmer läßt sich in solch einer Situation besonders leicht manipulieren. Die Party soll weitergehen! Zeiten, in denen Unternehmer und Gewerkschaften Seit an Seit stehen, sind keine Guten Zeiten. Das werden wir schon sehr bald zu spüren bekommen.
  3. Das die Medien schon seit geraumer Zeit gleichgeschaltet sind, brauche ich dem kritischen Leser wohl kaum mehr erklären.
  4. Politiker aller hochverschuldeten und gleichsam Hochsteuerländer schimpfen auf sogenannte Steueroasen. Sogar die Schweiz, die älteste und erfolgreichste Demokratie Europas. Und das schlimmste, die Schweiz, die übrigens die Grenzkontrollen zum 1. März 2009 verschärft, macht auch noch mit. Freiwillig tut sie das sicher nicht, sie wird offenbar erpresst. Auch dies ist ein untrügliches „Zeichen“, welches man nicht übersehen sollte.
  5. Und last not least: Effektiv sind die Zinsen für die Schulden in wenigen Jahren nicht mehr zu bedienen: Stichwort „Zinseszinseffekt“. Der zweitgrößte Etat im Bundeshaushalt bedient bereits heute Zinsen auf Schulden der Vergangenheit (von Tilgung redet auch schon lange niemand mehr). Man kann sich selbst ausrechnen, wie das aussieht, wenn jetzt noch mal sagen wir 500 Milliarden dazukommen (500.000.000.000 Mrd. für diejenigen, die vergessen haben sollten, wie eine solche Zahl aussieht). Z.Z. schafft es die Bundesregierung noch über die Ausgabe von Anleihen zu ca. 3%. Das macht dann allein nur für die Zinsen 15 Milliarden € (15.000.000.000 Mrd.) pro Jahr. Andere Staaten schaffen es nicht und müssen schon bis zu 7% und mehr bieten. Das ist der finanzmathematische Kollaps.

Also ist die Währungsreform wohl unausweichlich. Sie kommt natürlich erst, wenn wir aus der Deflation in Richtig Inflation schreiten. Und die wird sich gewaschen haben. Ich schätze, dass es bis spätestens 2015 soweit sein wird. Die nächste Dekade überstehen wir keineswegs, vor allem wenn man bedenkt, dass da ja noch die maroden Sozialsysteme sind, die zunehmend über Steuern finanziert werden.

Nun, die Währungsreform, wie sieht sie aus? Außer Nullstellung und Neubeginn kann man heute noch nicht genau sagen, wohin die Reise geht. Hoffentlich Richtung Golddeckung, die wir ja schon mal hatten und die funktioniert hat. Ich fürchte aber, das wir möglicherweise eine einzige Weltwährung bekommen, unter Führung der USA. Nur so lassen sich die internationalen Abstimmungen erklären. Das ist natürlich Spekulation, aber träumen die Politiker in aller Welt nicht schon lange von einer Weltregierung? Mit Einführung einer Weltwährung wäre es soweit, denn wer die Währung kontrolliert, kontrolliert am Ende alles. Wir spüren dies ja heute schon.

Tja Leute, bald gehen die Lichter aus und es muß eine düstere Zeit durchschritten werden. Dieser Tsumami war schon lange sichtbar und wir haben immer noch am Strand gelegen. Die Welle ist so groß, dass sie alles unter sich begraben wird und niemand kann sie aufhalten, nicht mal der Messias. Und weglaufen kann man leider auch nicht mehr, wohin?

Abschließend sei noch festgestellt, dass dies keinesfalls eine Krise der Marktwirtschaft oder des Kapitallismus ist. Es ist eine Krise des ungedeckten Papiergeldsystems, Fiat Money oder betrügerisches Scheingeldsystem genannt. Es handelt sich dabei um das größte Schneeballsystem der Welt, und das klappt jetzt zusammen, weil keine neuen Sklaven die oberen Stufen bedienen  können. So ist es halt. Aber die Krise der Papiergeldsystems ist freilich auch eine politische Krise, es ist komplettes Staatsversagen, das jetzt mittels Verstaatlichung verdeckt werden soll. Es ist damit aber auch die Zerstörung der Illusion, „Immer mehr Ansprüche, bei immer weniger Leistung!“, sprich der Zusammenbruch der wohlfahrtsstaatlichen Doktrin!

Wie gut, dass ich kein Beamter bin!

Wie gut, das ich kein Beamter bin 😉 Oder Pensionär, Angestellter im öffentlichen Dienst oder Harz IV-Empfänger oder, oder, oder! Kurz: Abhängig von staatlichen Ausgaben. Denn, wenn unser Finanzsystem demnächst wegen hoffnungsloser Überschuldung zusammenbricht, werden besonders diejenigen Richtung Elend marschieren, die von staatlichen Transfers abhängig sind. Die gegenwärtigen Profiteure, werden die totalen Verlierer von morgen sein! Jedenfalls wenn sie es nicht schaffen, sich aus dieser Umklammerung zu lösen.

Die meisten werden es nicht schaffen, da sie überhaupt keine Gelegenheit mehr haben werden, ihr Vermögen entsprechend umzuschichten. Sozialhilfeempfänger haben ja erst gar kein Vermögen. Aber nein, auch viele Beamte werden, wenn kein Geld vom Staat mehr fliessen kann, fürchterlich in die Röhre gucken. Und ich behaupte: Es gibt kein Entrinnen. Pech gehabt!

Wenn´s die Betroffenen tröstet: Den übrigen wird es auch nicht viel besser gehen, zumal es von denjenigen, die keine staatlichen Transfers erhalten, eh nicht mehr viele gibt. So ziemlich jeder Deutsche erhält heute ja Geld vom Staat, das ist ja auch mit Ursache des Problems.

„So laßt uns denn ein Apfelbäumchen pflanzen!“ Dieser Ausspruch war Titel eines populären Buches aus den 80-gern des letzten Jahrhunderts. Ja, die gute alte Zeit, damls, als man noch schön brav seine Lebensversicherungen abschließen konnte. Doch jetzt ist bald Schluß mit lustig! Zum Glück ist bald Frühjahr, da kann man ruhig in den Garten gehen und Bäumchen pflanzen. Vielleicht werden sie ja groß und sie können einen nähren in der Not.

Der Ausspruch Martin Luthers: „Und wenn ich wüßte, dass morgen die Welt untergeht, so würde ich noch heute ein Apfelbäumchen pflanzen“, könnte also eine gute Idee sein! Viel Zeit bleibt leider nicht mehr.

www.lur-management.de online!

Hallo zusammen!

Nun habe ich auch zu meiner Hauptseite www.lressmann.de ein Weblog eingerichtet! Es geht zum 23.02.2009 online und ersetzt den Businessletter, den ich bis vor einigen Monaten noch versendet habe. Newsletter versende ich nur noch an Partner, Bekannte und Bestandskunden.

In diesem Blog geht es überwiegend um die Themen Finanzanalyse, Marketing&Vertrieb sowie Vermögensaufbau. Ich werde mich natürlich auch zu aktuellen Themen äußern und dazu den einen oder anderen frechen Kommentar abgeben. Ich betone, dass ich im Gegensatz zu den Medien absolut unabhängig bin und auf niemandes Payroll stehe!

Sie sind gern eingeladen, die Beiträge zu kommentieren, solange Sie sich an die Spielregeln halten, die Ihnen sicherlich bekannt sind. Das Internet ist ja nun nicht mehr ein so junges Medium.

Sodann, viel Spaß und Erfolg beim Lesen und Kommentieren!

Herzlichst Ihr

Lutz Ressmann