Erfolgs-Coaching über www.autosystemcoach.de

Alles ist im Fluss: Es war an der Zeit, sowohl meine Tätigkeiten, als auch meine Web-Präsenzen neu auszurichten. Alles rund um das Thema IT- / und Sachverständiger, Begutachtung und Datenschutz läuft nur noch über meine Webseiten www.lressmann.de , www.experts4handys.de und dieses Blog. Größere Projekte sowie klassische Unternehmensberatung laufen über meine Unternehmensberatung DEGA Unternehmensberatung GmbH in Recklinghausen.

Im Zuge dessen habe ich eine neue Webpräsenz aufgebaut und zwar die Seite www.autosystemcoach.de. Hier können Sie sich über das Thema Erfolgs- und Selbstmanagement informieren. Selbstverständlich übernehme ich entsprechende Coachings, auch das Coaching von Freiberuflern und Kleinunternehmern. Deshalb werden auch entsprechende Infoprodukte, die ich bisher über www.lressmann.de laufen ließ, auf diese Seite übertragen. Das wird allerdings noch etwas Zeit in Anspruch nehmen. Auch die Reihe “Spruch des Monats” auf dieser Seite wandert nunmehr auf www.autosystemcoach.de.

Tja, Wachstum muss geregelt werden, auch wenn´s manchmal mühsam ist. In diesem Sinne:

Bleiben Sie mir gewogen.

Reputation-Defender

Das leidige Thema Datenschutz ist aktueller den je. Wer aufmerksam die Medien verfolgt, wird wahrgenommen haben, dass die Politik dabei ist, ein wesentliches Element des freiheitlich-demokratischen Rechtsstaates auszuhöhlen, am besten ganz abzuschaffen: Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung. Selbst die Unschuldsvermutung ist nicht mehr heilig. Alle Bürger total zu kontrollieren und unter Generalverdacht zu stellen ist das Ziel. Deutlicher kann es nicht mehr werden. Ich fürchte, der Zug ist bereits abgefahren, in spätestens 20 Jahren höre ich schon wieder viele sagen: Wir haben ja nichts gewusst! Schämt euch!

Das ist auch der Grund, warum auch Private Organisationen und Unternehmen, den Datenschutz weitgehend vernachlässigen. Sie werden kaum kontrolliert. Der Staat steckt kaum Energie in die Durchsetzung des Datenschutzrechts. Es ist klar warum. Er würde seine überwachungsstaatlichen Bestrebungen selbst untergraben, vor allem, wenn er gegen die um sich greifende Vorratsdatenspeicherung (inoffiziell längst praktiziert) zu Felde ziehen würde. Vielen Bürgern ist in diesem Zusammenhang gar nicht bewusst, dass sie sich im Grunde selbst belasten, wenn sie beispielsweise eine Kundenkarte benutzen. Jede Transaktion wird aufgezeichnet und jahrelang gespeichert. Datenbestände werden miteinander verknüpft und personenbezogene Profile geschaffen. Die Unternehmen, die solche Datenbestände aufbauen, wissen mehr über eine bestimmte Person, als die Person selbst. Und verdienen damit natürlich viel Geld.

Beispiel gefällig? Wo waren sie am 4.01.2006? Ich helfe gerne weiter. Sie waren morgens um 7.24 an der Tankstelle Ihres Vertrauens, und haben dort 46,48 Liter Super getankt und gleich noch eine Stange Zigaretten und 1 Falsche Wodka mitgenommen. Bezahlt haben sie mit Kreditkarte. Um 12 haben Sie im Internet einen Kinderwagen für 30 EUR versteigert. Um 12:32 haben Sie in einer Kaufhauskantine ein Zigeunerschnitzel mit Pommes und Mayo verspeißt und dazu ein Bier getrunken. Diesmal haben Sie bar gezahlt. Um 13:10 haben Sie einen Lottoschein ausgefüllt. Um 19:02 waren Sie im Supermarkt Ihres Vertrauens einkaufen und zwar: 200g Salami, 500g Käse, 500g Butter, 1 Stangenbrot, 2 Steaks, 1 Dose Pfeffer, 1 Flasche Ketchup, 1 Tube Remouladensoße, 1 TV Magazin, 2 Kisten Bier, 5 Tüten Chips sowie 4 Flaschen Brandy. Bezahlt haben Sie diesmal mit der EC-Karte.

So, und sie wollen mit mir um die Absenkung des Tarifs Ihrer Krankenversicherung oder Lebensversicherung debattieren? Sie sind ein Risiko mein Lieber, das können wir so nicht mehr versichern. Im Gegenteil, wenn überhaupt, dann muß Ihre Prämie rauf!

Stellen Sie sich einmal vor, Sie müssten mit Ihrer Versicherungsgesellschaft oder Bank ein solches Gespräch führen. In den USA soll so etwas schon vorgekommen sein. Und stellen Sie sich einmal vor, Ihr Arbeitgeber erhält auch solche Daten und er reimt sich irgendwas zusammen, weil er Sie loswerden will. Ich bin sicher, kein normal denkender Mensch wäre begeistert davon. Aber wenn wir nicht aufpassen wie die Höllenhunde, dann werden wir schon bald dort sein.

Ich rate deshalb jedem, alle Kundenkarten abzugeben und ab und an mit Bargeld zu zahlen. Zudem ist inzwischen auch “googeln” Pflicht. Welche Informationen existieren über mich im Internet. Stehe ich dahinter oder nicht. Vor allem: Ist da jemand dabei, in meinem Namen Schindluder zu treiben oder meinen Ruf zu zerstören? And so on. Es hat sich im Umfeld dessen bereits eine neue Dienstleistung herausgebildet: Sie nennt sich “Reputation Defender”. Im Grunde ist das so etwas wie ein Informationsschleier oder Verteidiger des Rufes, den man extern zukaufen kann und dafür sorgt, dass man in genau dem Licht dasteht, wie man sich sehen möchte. Vielleicht kann man das auch als “Second Life für Fortgeschrittene” bezeichnen. Ich glaube, diese Dienstleistung hat durchaus Zukunft. Denn eine der ganz großen Gefahren gigantomanischer Datenhaltung besteht in der beliebigen Interpretation der Daten. Denn wenn man Profile erstellt, verfolgt man i.d.R. bestimmte Zwecke, vornehmlich die, die einem zum eigenen Vorteil gereichen. Also wird man den anderen immer in die defensive Rolle drängen. Entscheidungen werden zunehmend von Computern getroffen und wehe, sie werden mit falschen Daten gefüttert oder manipuliert! Deshalb sollte man alles daran setzen, vorbereitet zu sein. Denn in dieser total vernetzten Welt kann man sich schließlich nicht ganz verstecken.

Datenschutz ist also auch Schutz vor sich selbst. Man kann einiges tun, um dem Staat sowie bestimmten Organisationen nicht vollends ausgeliefert zu sein. Dazu zählt auch, die persönliche Freiheit aktiv zu verteidigen z.B. durch juristische Verfahren. Wenn´s jeder macht, sind die Zerstörer der Freiheit bald am Ende. Ein entsprechendes politisches Engagement ist sicher ebenfalls zielführend.

Privatsphären Fundamentalist

Es wird immer doller. Selbst die Mainstream-Medien, die ja ansonsten jeden Datenschutz-Skandal schon allein wegen der Auflage ausschlachten bis zum geht nicht mehr, haben damit begonnen, Datenschützer zu verunglimpfen. Im Kommentar einer großen deutschen Tageszeitung hinter der immer kluge Köpfe sitzen, las ich vor einiger Zeit etwas von “Privatsphären-Fundamentalisten”. Gemeint waren damit offenbar Datenschützer, die gegen übertriebene Sicherheitsmaßnahmen, Totalüberwachung und Vorratsdatenspeicherung zu Felde ziehen. Und übrigens das Recht auf Privatsphäre als Basis für ihr Tun als Grundlage haben.

Wie weit sind wir gekommen? Datenschützer und Menschen, die die Grundrechte verteidigen, werden mit solchen Begriffen auf die gleiche Stufe gestellt wie Terroristen. Das ist ein starkes Stück. Das soll unabhängiger Journalismus sein? Offenbar werden mittlerweile auch die Kommentare aus Pressemitteilungen der Parteizentralen abgeschrieben. Und wenn Datenschützer Privatsphären-Fundamentalisten sind, dann sind Journalisten Meinungs-Fundamentalisten. Man könnte auch sagen Schreiberlinge, die die grundgesetzliche Ordnung zunehmend untergraben.

Mittlerweile komme ich immer mehr zu dem Schluss, dass das Internet inzwischen eine der wenigen Möglichkeiten darstellt, an unabhängige Informationen ohne Manipulations-Absicht zu kommen. Vorausgesetzt, die Seiten werden nicht von den gleichen Leuten betrieben, die hinter den Mainstream-Medien stehen. Es klingt paradox: Das Medium, bei dem man am genausten in Sachen Datenschutz und Privatsphäre hinschauen muss, ist gleichzeitig das unabhängigste und ehrlichste. Deswegen wird es ja auch so häufig diffamiert und der Staat versucht zunehmend Einfluss darauf zu nehmen. Die Mächtigen haben Angst, die Menschen nicht mehr so wie in der Vergangenheit manipulieren zu können. Und die Finanziers, die in Wirklichkeit hinter der Politik, stehen, fürchten um ihren Reichtum, der nur allzu häufig durch Manipulation der Massen entsteht.

Aber der Rohrkrepierer “Schweinegrippen-Impfung” (geplant war die Massen-Impfung der gesamten Bevölkerung aber nur knapp 10 % haben sich trotz massivem Medienterrors manipulieren sprich impfen lassen) macht irgendwie Hoffnung. Eine kleine Hoffnung, aber immerhin. Es ist die Hoffnung, dass die Bevölkerung langsam aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht und sich bewusst gegen Medien und Politik stellt. Das Leben endlich selbst in die Hand nimmt. Aber der Weg ist noch weit.

Ich bin also gerne ein Privatsphären-Fundamentalist. Die Freiheitliche Ordnung und meine Rechte als freier Bürger werde ich immer und stets verteidigen, bis zum allerletzten Atemzug. Ob es den Politikern und Schreiberlingen der Mainstreammedien nun passt oder nicht!

BDSG – Gesetz ohne Kontrolle

Die Jüngsten, skandalösen Verstöße gegen jede datenschutzrechtliche Regel machen eines deutlich: Ein Gesetz ohne nachhaltige Kontrolle und drakonische Strafen bingt nichts. Das Bundesdatenschutzgesetz ist ein solches Gesetz. Es dürfte kaum ein Unternehmen oder eine Institution geben, das/die nicht gegen dieses Gesetz verstößt. Mit irgendwelchen Apellen oder Kungelrunden kommt man da nicht weiter. Nur schweres Geschütz kann hier Abhilfe schaffen.

Wenn die Datenschutzbehörden, namentlich die jeweilen Bundesdatenschutz- bzw. Landesdatenschutzbeauftragen nicht mehr Durchgiffsrechte und mehr Ressourcen erhalten, um die Einhaltung des Gesetzes auch nachhaltig kontrollieren zu können (z.B. durch regelmäßige Prüfung, ähnlich wie eine Steuerprüfung), dann bleibt das BDSG ein Papiertiger. Schlimmer noch: dem Bürger bleiben verfassungsrechtliche Bestimmungen in Richtung informationelle Selbstbestimmung verwehrt. Im Grunde liegt hier ein weiterer, schwerwiegender Verfassungsbruch vor.

Auch die Strafandrohungen müssen in abgestufter Form heraufgesetzt werden. Es nutzt nichts, einem milliardenschweren Großkonzern eine Ordnungsstrafe von 250.000 EUR aufzuerlegen, denn das zahlt er aus der Portokasse. Nein, die Ordnungsgelder müssen rauf bis zu 2-stelligen Millionenbeträgen und ferner müssen in besonders schweren Fällen auch Freiheitsstrafen gegen die betroffenen Rechtsstörer ausgesprochen werden können. So macht man das.

Aber ich habe es ja schon öfter mal gesagt: Der Staat hat aus ureigensten Interessen heraus nicht das geringste Interesse an der Durchsetzung des von ihm selbst kodifizierten Datenschutzrechts. Im Gegenteil, er verkauft Bürgerrechte an ausländische Geheimdienste. Der Bürger hat nur eine Chance. Selbst wachsam zu sein und im Falle von Verstößen hefltige Schadensersatzforderungen öffendlichkeitswirksam einzufordern!

Widerruf der Bestellung zum Datenschutzbeauftragten

Ein Datenschutzbeauftragter muss namentlich in einer Bestellungsurkunde “bestellt” werden. Vorher darf er diesen Job nicht ausüben. Diese Bestellung kann nur aus wichtigem Grund widerrufen werden (und der muss dann wirklich “schwergewichtig” sein). Das Bundesarbeitsgericht entschied wie folgt (Az. 10 AZR 562/09):

Weder Mitgliedschaft im Betriebsrat noch die Entscheidung etwa einen Externen mit dem Datenschutz betrauen zu wollen reichen aus, einen Widerruf zu begründen.

Was lehrt uns das? Einen internen Mitarbeiter zum DSB zu bestellen ist (auch aus diversen anderen Gründen) wohl abzuwägen. Aber auch einen externen DSB kann man nicht so ohne weiteres wieder abbestellen, denn auch für ihn gelten entsprechende Regeln. Nur wird der Externe DSB i.d.R. von selbst sein Mandat aufgeben, wenn er mit seinem Mandanten nicht mehr klarkommt. In den meisten Fällen ist also die Lösung “Externer DSB” weiter vorzuziehen.