Archiv für den Monat: August 2009

Ankündigung – E-Book für Freiberufler!

Endlich ist es so weit: Ich kann das Erscheinen meines ersten E-Books für Freiberufler ankündigen. Es geht um das Thema “Auftragsgewinnung für Freiberufler” und wird voraussichtlich im September 2009 auf der Plattform

http://www.lressmann.de

erscheinen. Viele Anfragen und Zugriffe auf meiner Webseite zeigen mir, dass das Thema Auftragsgewinnung für Freiberufler auf großes Interesse stößt. Es gibt in der Tat kaum Forschungen und Informationen dazu. Diese Lücke werde ich nun schließen.

Als Mann der Praxis, der nunmehr 15 Jahre erfolgreich als Freiberufler unterwegs ist, bin ich sicher qualifiziert genug, so manchem Freiberufler ein paar nützliche Ideen und Tipps zur Auftragsgewinnung mitzugeben. Bis auf einige Feinarbeiten ist es jetzt fertiggestellt und ich muss sagen: Es ist wirklich gut geworden. Die Idee, ein solches Buch zu schreiben hatte ich schon lange, und jetzt wird es bald soweit sein. Freiberufler und solche die es werden wollen, dürfen gespannt sein. Bis dahin alles Gute!

Passend zu den Wahlen: Steuerlogik für Anfänger und Politiker!

Passend zu den Neuwahlen und der aktuellen Diskussion um massive Steuerflucht, hier mal eine kleine, lehrreiche Geschichte, die mir einer meiner Partner vor geraumer Zeit mal gesendet hat. Der Urheber der Geschichte ist mir nicht bekannt, aber ich bin sicher, es ist in seinem Interesse, wenn ich die Geschichte unter die Leute bringe. Durch Geschichten lernen die Menschen bekanntlich am schnellsten, deshalb geben Sie sie ruhig weiter, und leisten Sie damit Ihren Beitrag, dass dieses unser Land nicht schon sehr bald vollends in den Sozialismus, weitere Unfreiheit und damit Armut abrutscht. Also:

„Es waren einmal … 10 Männer, die jeden Tag miteinander zum Essen gingen und die Rechnung für alle zusammen betrug jeden Tag genau 100,00 Euro. Die Gäste zahlten ihre Rechnung wie wir unsere Steuern und das sah ungefähr so aus:

> Vier Gäste (die Ärmsten) zahlten nichts.
> Der Fünfte zahlte 1 Euro.
> Der Sechste 3 Euro.
> Der Siebte 7 Euro.
> Der Achte 12 Euro.
> Der Neunte 18 Euro.
> Der Zehnte (der Reichste) zahlte 59 Euro.

Das ging eine ganze Zeitlang gut. Jeden Tag kamen sie zum Essen und alle waren zufrieden. Bis der Wirt Unruhe in das Arrangement brachte in dem er vorschlug, den Preis für das Essen um 20 Euro zu reduzieren.
„Weil Sie alle so gute Gäste sind!“

Wie nett von ihm! Jetzt kostete das Essen für die 10 nur noch 80 Euro, aber die Gruppe wollte unbedingt beibehalten so zu bezahlen, wie wir besteuert werden. Dabei änderte sich für die ersten vier nichts, sie aßen weiterhin kostenlos. Wie sah es aber mit den restlichen sechs aus? Wie konnten sie die 20 Euro Ersparnis so aufteilen, daß jeder etwas davon hatte?

Die sechs stellten schnell fest, daß 20 Euro geteilt durch sechs Zahler 3,33 Euro ergibt. Aber wenn sie das von den einzelnen Teilen abziehen würden, bekämen der fünfte und der sechste Gast noch Geld dafür, dass sie überhaupt zum Essen gehen. Also schlug der Wirt den Gästen vor, dass jeder ungefähr prozentual soviel weniger zahlen sollte, wie er insgesamt beisteuere. Er setzte sich also hin und begann das für seine
Gäste auszurechnen. Heraus kam folgendes:

– Der Fünfte Gast, ebenso wie die ersten vier, zahlte ab sofort nichts mehr (100% Ersparnis).
– Der Sechste zahlte 2 Euro statt 3 Euro (33% Ersparnis).
– Der Siebte zahlte 5 statt 7 Euro (28% Ersparnis).
– Der Achte zahlte 9 statt 12 Euro (25% Ersparnis).
– Der Neunte zahlte 14 statt 18 Euro (22% Ersparnis).
– Und der Zehnte (der Reichste) zahlte 49 statt 59 Euro (16% Ersparnis).

Jeder der sechs kam günstiger weg als vorher und die ersten vier aßen immer noch kostenlos. Aber als sie vor der Wirtschaft noch mal nachrechneten, war das alles doch nicht so ideal wie sie dachten.

„Ich hab‘ nur 1 Euro von den 20 Euro bekommen!“ sagte der sechste Gast und zeigte auf den zehnten Gast, den Reichen.
„Aber er kriegt 10 Euro!“ „Stimmt!“ rief der Fünfte.
„Ich hab nur 1 Euro gespart und er spart zehnmal so viel wie ich.“
„Wie wahr!!“ rief der Siebte.
„Warum kriegt er 10 Euro zurück und ich nur 2? Alles kriegen mal wieder die Reichen!“
„Moment mal,“ riefen da die ersten vier aus einem Munde.
„Wir haben überhaupt nichts bekommen. Das System beutet die Ärmsten aus!!“

Und wie aus heiterem Himmel gingen die neun gemeinsam auf den Zehnten los und verprügelten ihn. Am nächsten Abend tauchte der zehnte Gast nicht zum Essen auf. Also setzten die übrigen 9 sich zusammen und aßen ohne ihn.

Aber als es an der Zeit war die Rechnung zu bezahlen, stellten sie etwas Außerordentliches fest: Alle zusammen hatten nicht genügend Geld um auch nur die Hälfte der Rechnung bezahlen zu können! Und wenn sie nicht verhungert sind, wundern sie sich noch heute.“

Und so, liebe Politiker, Berufs-Populisten und Nichtsnutze, funktioniert unser Steuersystem:

Die Menschen, die die höchsten Steuern zahlen, haben die größten Vorteile einer Steuererleichterung. Wenn sie aber zu viel zahlen müssen, kann es passieren, dass sie einfach nicht mehr am Tisch erscheinen.

Vielleicht haben nur deshalb so viele Menschen Probleme mit der „Globalisierung“: In der Schweiz und in der Karibik gibt es auch ganz tolle Restaurants.

Ein Pakt mit dem Teufel oder – Nichts ist für die Ewigkeit!

Wenn Sie als Berater, Handwerker oder sonstwie in der Dienstleistung Ihre Brötchen verdienen, dann habe ich hier eine schöne Geschichte für Sie, die Sie 3 mal überlegen läßt, mit wem, wie lange und zu welchen Konditionen Sie künftig Verträge schließen. In Beraterkreisen geht folgende kleine Geschichte um, die ich jetzt mal in eigenen Worten wiedergebe:

Eine IT-Beraterin, nennen wir sie einfach ITinchen, kam bei einem Autounfall ums Leben. Schon bald gelangte sie an das Himmelstor und bat um Einlaß. Sie war überrascht, als Petrus sie vor die Wahl stellte:

„Du selbst kannst entscheiden, ob du in den Himmel oder in die Hölle willst. Du hast doch Erfahrung im Abschließen von Verträgen, nicht wahr? Du kannst deshalb jeweils einen Tag im Himmel und einen Tag in der Hölle verbringen, bevor du einen Vertrag für die Ewigkeit unterschreibst.“ ITinchen zu Petrus „OK, ich guck mir erst mal die Hölle an, dann hab ich´s hinter mir!“

Gesagt getan. In der Hölle angekommen, fand sie sich auf einem herrlichen Golfplatz wieder. Golfspielen war nämlich eine ihrer großen Leidenschaften. Auch ihre alten Freunde waren alle da. Sie spielte das beste Spiel ihres Lebens und begab sich wie üblich abends in´s exklusive Clubhaus, wo sie hervorragend dinierte und einen exzellenten Wein genoß. Dort traf sie auf den Teufel. Ein herrlicher Mann, so charmant, so attraktiv so romantisch … Ganz der Typ „Schwiegermamas Liebling“. Sie tanzte die ganze Nacht mit ihm.

Als der nächste Tag anbrach, verbrachte sie diesen im Himmel. Sie saß auf einer Wolke, lächelte sanft und spielte Harfe. Am Ende dieses Tages kam Petrus zu ihr und sprach: „So, jetzt mußt du dich entscheiden und deinen Vertrag mit der Ewigkeit abschließen!“

ITinchen: „Nun, der Himmel war wunderbar spirituell und inspirierend, die Hölle hat mir jedoch viel besser gefallen“. Sie unterschrieb und schwub war sie wieder in der Hölle.

Doch Oh Graus, Oh Schreck fand sie sich in schleimigem Müll wieder, der ekelhaft stank. Ihre Freunde sammelten diesen mit dem Mund auf und spuckten ihn in Eimer, die ihnen um den Hals gebunden waren. „Ich kapier das nicht“ sagte das ITinchen zum Teufel, der jetzt wahrhaft diabolisch grinste und gar nicht mehr so attraktiv und charmant war, „gestern noch das Paradies und jetzt der reinste Dreckhaufen!“. „Tja“, meinte der Teufel, „gestern wollte ich ja auch deine Unterschrift haben, aber jetzt stehst du unter Vertrag!“

Ende der Geschichte.

Es macht wirklich keinen Spaß einen langfristigen Höllenvertrag zu unterschrieben, aber so mancher Kunde, vor allem Agenturen, könnten das für eine gute Idee halten.

Verträge sollten Laufzeiten von maximal 3-6 Monaten aufweisen. Wenn es sich nicht vermeiden läßt, vereinbaren Sie bei längerfristigen Verträgen eine möglichst kurze Kündigungsfrist. Nur, so haben Sie die Möglichkeit, später die Preise nach oben anzupassen, wenn Sie der Kunde besser kennt oder abzuhauen, wenn sie etwas ganz anderes vorhaben. Verkaufen Sie nur ein
bestimmtes Ergebnis, jedoch nie Ihre Arbeitskraft. Deshalb haben Sie sich doch schließlich selbständig gemacht.

Ich hoffe, die Geschichte war abschreckend genug. Ab und an muß man halt mal den Fuchs in den Hühnerstall laufen lassen.