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Globales Ausspionieren der Bürger durch Geheimdienste – was noch dahintersteckt

Rund um die sogenannte NSA-Affäre ist es ja nun sehr still geworden. Trotz aller Lippenbekenntnisse der Bundesregierung hat sich hier nichts, aber auch wirklich gar nichts getan. Genau dies war zu erwarten und es kann uns wirklich kaum überraschen.

Ich hatte zu diesem leidliche Thema auf meine infodatenschutzblog einen entsprechenden Beitrag gepostet, den ich jetzt auch hier einstelle, denn meine Datenschutzseite wird Anfang nächsten Jahres eingestellt. Deshalb stelle ich interessante Beiträge nun auf diese Plattform.
Nun ist also offiziell, was interessierte Bürger und Datenschützer schon länger wissen: es existiert ein weltumspannendes Spionagenetz (nicht nur online) das alle Bürger dieser Erde als “verdächtig” einstuft und deshalb engmaschig überwacht. Treibend sind (oh Wunder, oh Wunder) die USA und Großbritannien. Moderne Technik macht´s möglich. Glasfaserkabel werden gleich mal so eben angezapft und die gesamte Kommunikation ausgelesen und gespeichert. Orwell lässt grüßen. Dieses Verhalten ist mit einem sogenannten demokratischen-Rechtsstaat keinesfalls zu vereinbaren, so viel ist klar und deshalb muss man darüber auch nicht diskutieren. Aber deutsche Politiker, die mitverantwortlich dafür sind, dass die Bürger Deutschlands der ganzen Welt zum Fraß vorgeworfen werden, vergießen mal wieder Krokodilstränen …

Zu diesem Thema existiert übrigens ein wundervoller Beitrag auf dem Blog http://www.internet-law.de/2013/06/von-der-hinterlist-einer-lichtscheuen-politik.html. Unbedingt lesenswert!

Dem kann eigentlich nichts Neues hinzugefügt werden. Ich möchte dem Ganzen allerdings noch eine weitere Komponente hinzufügen, die bisher kaum Beachtung gefunden hat:

Selbstverständlich hat die Sache vornehmlich einen wirtschaftlichen Hintergrund. Es geht darum, die Unternehmen fremder Staaten, vor allem in Deutschland auszuspionieren, Wirtschaftsspionage nennt man das. Führend auf diesem Gebiet sind hier die USA, China, Russland, Großbritannien und Frankreich. Es ist natürlich nicht auszuschließen, dass auch Deutschland mitmacht, nur wen wollen wir denn dahingehend ausspionieren? Die meisten Patente kommen doch eh aus Deutschland. Früher schleuste man Spione in die Unternehmen ein, heute observiert man ihre Kommunikation.

Und deshalb predige ja nicht nur ich: Leute führt endlich vernünftige Sicherheitskonzepte in euren Unternehmen ein! Da draußen herrscht Krieg, nicht nur ein Währungskrieg, sondern auch ein Informations- und Kommunikationskrieg. Manipulation auf allen Ebenen und unterstützt durch die Mainstraemmedien. Das hat mit Verschwörungstheorien nichts zu tun, denn dieser Krieg wird ja inzwischen mehr oder weniger offen ausgetragen. Und wir sind mittlerweile so weit (und das ist besonders schlimm), dass die Bevölkerung (vor allem in Deutschland) tatenlos zusieht. Gegen einen Bahnhof können sie demonstrieren, die Demontage ihrer Freiheit und die Enteignung nicht nur ihres Eigentums, nimmt sie dagegen mehrheitlich kaum wahr. Ein gefundenes Fressen für die Überwacher. Was soll man dazu noch sagen?

Ist das Internet kaputt?

Sascha Lobo, Vorzeigeblogger und Interneterklärer, der ja auch bei öffentlichen Auftritten häufig zu sehen war, rückt aktuell von seiner Web-Euphorie ab. Er schrieb: „Das Internet ist nicht das, wofür ich es gehalten habe.“ Er habe sich bisher schlicht geiert, er sei naiv gewesen.

Spätestes seit 2013 gäbe es die digitale Kränkung der Menschheit. Das Internet sei kein Instrument der Freiheit, was viele immer noch so sehen, sondern es werde äußerst effektiv für das genaue Gegenteil genutzt. Er spielt also besonders auf die NSA-Spähaffäre an. Er glaube nun: „Das Internet ist kaputt.“ Es untergrabe die freiheitlichen Grundlagen der Gesellschaft.

Lieber Sascha, warum hast Du solange für diese Erkenntnis gebraucht? Es war von Anfang an klar, dass das Internet zur Totalüberwachung der Gesellschaft entwickelt wurde. Es entstammt ja letztlich der militärischen Forschung. Verschärft wird die Sache aktuell durch den massiven Ausbau der Mobilfunknetze.  Spionage ist das zweitälteste Gewerbe der Welt.  Handy- & Smartphone sind im Grunde nichts weiter als Trojaner und dafür zahlen wir auch noch Geld. Computer sind es wie wir wissen schon lange. Daran wird sich nichts ändern.

Aber damit ist eigentlich nicht das Internet kaputt, sondern die „freiheitliche Gesellschaft“ daselbst. Die freiheitlich demokratische Grundordnung wird gezielt unterminiert und zerstört und zwar bereits seit Jahrzehnten. Allen voran geht wie immer die USA und das mit einem ganz anderen Mittel: dem Geld! Spätestens die Aufgabe der Golddeckung und die damit verbundene massive Verschuldung der Welt führt Menschen in die Unfreiheit. Und das Internet fungiert dabei quasi als „Anwalt des Teufels“.

Nicht das Internet ist kaputt, sondern die Menschen die es nutzten. Das betrifft nicht nur Blödsinnige Anwendungen wie „Facebook“ & Co., Nein, es trifft die Menschen und deren Verhalten selbst. Persönlichkeitsrechte und „Freiheit“ stehen nicht besonders hoch im Kurs. Das Thema Datenschutz rangiert auf Platz 16 der Themen, die die Menschen am meisten bewegen.

Internet- und Computersicherheit genießen beim überwiegenden Teil der Unternehmen und Selbständigen noch immer bestenfalls Stiefmütterchendasein. Es wird in diesen Bereich kaum etwas investiert. „Spionage, watt iss datt?“ Und so gehen die Menschen eben überwiegend naiv u.a. mit dem Internet um.

Dazu gäbe es sicher noch eine Menge zu sagen. Wir halten fest, dass letztlich jeder Einzelne selbst die Verantwortung dafür trägt, wie sich die Gesellschaft entwickelt. Und ja, es ist richtig, es sieht nicht gut aus!